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Donnerstag, 23. April 2009

NEUES AUS DER SCHREIBFABRIK

Die neue Politikorange ist da, samt einem Artikel von mir. "Ein Starkes Team" betrachtet die transatlantischen Beziehungen und welchen Einfluss Obama darauf haben kann. Der Link zum PDF ist unten, am Ende der Beschreibung. Mein Artikel ist auf S. 6/7.

Hier die Ankuendigung zum Magazin:

Wohin soll die europäische Reise gehen? Diese Frage ist kurz vor der Europawahl
in aller Munde. Und politikorange bietet Antworten - im neuen Magazin "grenzgänger*".

Im Interview setzt Grünen-Chefin Claudia Roth auf die schnelle Integration neuer
Staaten, während nur wenige Seiten weiter Flüchtlingsaktivist Elias Bierdel die
"Zuchtmeister der Abschottung" in Berlin wähnt.

Außerdem wagen wir den Blick über den Unionstellerrand: Wie steht es um die
transatlantischen Beziehungen im Jahr nach der Obamania? Welchen Einfluss kann
und muss die EU auf den Nahostkonflikt ausüben? Was erwarten junge Russen von Europa?

Nebenbei erklären wir kurz und präzise die Europäische Union, den
Vertrag von Lissabon und warum die EU dringend eine eigene Marke
benötigt.

Und wem das alles zu viel ist, der kann sich zwischendurch bei einer Runde
EUdoku oder dem rEUtsel entspannen...


All dies findet ihr hier:
http://www2.politikorange.de/uploads/po_mag_grenzgaenger_web.pdf

Sonntag, 1. Februar 2009

ERHEBT DIE STIMME!

Ich habe mein Foto von der Amtseinführung von Barack Obama bei dem FOTOBAMA Photo Contest, einem Fotowettbewerb, eingereicht. Der Wettbewerb ist ganz im Sinne Obamas auf die Wähler zugeschnitten. Es liegt an Euch, für mein Foto abzustimmen und mein Foto unter die besten 100 Fotos zu bringen. Denn genau die besten 100 werden im Newseum, dem Journalismus Museum in Washington, ausgestellt.

Abstimmen kann jeder - weltweit - der eine gültige E-Mail-Adresse hat. Also, ran an die Buletten: Dem folgenden Link folgen und abstimmen.

http://www.fotoweekdccontest.org/bin/Rate?image_id=1006400508

Donnerstag, 22. Januar 2009

FOTOS UND ARTIKEL IM BOCHOLTER VOLKSBLATT


Ein Meilenstein der Geschichte. Das Bocholter Volksblatt richtete sich an Marco, um aus Washington zu berichten. Ich habe die Fotos für die Print- und Onlineausgabe beigesteuert.
Hier geht zum Artikel auf der Webseite.

NEW YORK TIMES READER"S ALBUM

Mein Foto wurde von der New York Times ausgewählt. Es ist nun offizieller Bestandteil des New York Times Reader's Album zum Inauguration. Hier geht es zum Foto.

Mittwoch, 21. Januar 2009

OBAMARAMA

"It's 12:01pm and George W. Bush is no longer the President of the United States of America" Alleine fuer diesen Satz haben sich die Strapazen des Inauguration Day gelohnt. Wie genau mein Tag aussah, das werdet ihr gleich sehen. Vorab schon einmal: Der Tag war lang, anstrengend, und es war kalt. Aber, es war es wert!

Mein Inauguration Day 2009:
4:55am - Der Wecker klingelt
5:37am - Ich verlasse das Haus.
5:46am - Ein netter Busfahrer nimmt mich im Bus mit.
6:01am - Auf in die überfüllte Metro
6:14am - Aussteigen am Metro Center
6:17am - Treffen mit meinen Mitkämpfern Sarah und Hua
6:18am - Anstellen für den Security Check
7:00am - Der Security Check sollte eigentlich die Tore öffnen.
7:30am - keinen Zentimeter weiter
8:29am - Die Tore sind offen
8:35am - verdammt, es war nur die erste Schlange
8:40am - Hua holt Kaffee und dann heißt es warten.
9:01am - aha. 5000 Leute sollen einzeln durch vier Eingänge.
11:26am - Endlich, ich darf als nächste durchs Tor.
11:28am - Jacke auf, Taschen leeren, ab durch den Metalldetektor.
11:31am - ich bin drinnen (auf der Paradenroute)
12:01pm - Moderator spricht entscheidenden Satz über Lautsprecher
12:30pm - Obama stottert bei Amtseid, ich höre über Lautsprecher
1:29pm - Suppe zum Mittagessen nach 43Minuten anstehen.
2:30pm - die Parade soll anfangen, tut sie aber nicht.
3:30pm - "Ladies and Gentlemen, we have a parade"
3:45pm - Die Parade ist bei uns angekommen.
3:59pm - Obama läuft. Ein Medientruck verdeckt die Sicht. *grrr*
4:00pm - Der Truck ist weg. Freie Sicht auf Obama. Bewegend!
4:05pm - fast alle Zuschauer sind weg. Obama ist ja vorbei gelaufen.
4:14pm - Familie Biden stolziert an uns vorbei und winkt.
4:45pm - DCs Bürgermeister sass in Limo.
4:56pm - mir ist zu kalt. ich will gehen.
5:01pm - durch den Ausgang der Sicherheitskontrolle
5:35pm - bis zum Dupont Circle gelaufen
5:36pm - glücklich dank heißer Schokolade im Bookstore
5:47pm - ab in die Metro. Sie ist gar nicht so voll.
6:17pm - zu hause. Kaputt, quengelig, übermüdet, aber glücklich.
6:31pm - noch kurz zu den Nachbarn zum "Chili Ball"
9:15pm - Gute Nacht.

Fotos gibts bei Flickr.

Montag, 8. Dezember 2008

VON HEIMWEH KEINE SPUR

So titelte der Artikel über Marco in dem Bocholter Borkener Volksblatt am 6. Dezember 2008. Das veröffentlichte Foto zum Artikel habe ich übrigens beigesteuert. Ich wär nicht ich, wenn ich das ganze nicht auch noch gleich an meine Chefin von der SOC Webseite weitergeleitet haette. Im Laufe des Tages kommt also zu dem Artikel im BBV noch eine von mir geschriebene Kurzmeldung auf der SOC Homepage. Die ganze PR-Arbeit scheint mir wohl doch irgendwie zu liegen.

Bild: Artikel aus dem BBV, 6. Dezember 2008

Dienstag, 25. November 2008

DANKE FÜR DIE INFO, BARACK

Im Zeitalter der neuen Medien ist man nicht einmal mehr auf die Printmedien angewiesen, um wichtige Bekanntmachungen mitzubekommen. Ganz einfach über E-Mail erhält man die neuesten Informationen vom Kampagnen-Manager persönlich frei Haus in die Mail Inbox, vorausgesetzt, man ist bei BarackObama.com registriert. Hier meine Nachricht von heute, Nov. 25, 2008:
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Nina --

Today and yesterday, President-elect Barack Obama announced key members of an economic team tasked with creating jobs, stabilizing the economy, and getting our country back on track.

Barack is bringing together some of the best minds in the country to make swift progress on the economic challenges we face.

Timothy F. Geithner, president and CEO of the Federal Reserve Bank of New York, will serve as Secretary of the Treasury. Lawrence H. Summers, former Secretary of the Treasury under President Clinton, will serve as Director of the National Economic Council.

Christina D. Romer will serve as Director of the Council of Economic Advisers, Melody C. Barnes will serve as Director of the Domestic Policy Council, and Heather A. Higginbottom will serve as Deputy Director of the Domestic Policy Council.

Peter Orszag, currently Director of the Congressional Budget Office, will serve as Office of Management and Budget Director, and Rob Nabors will serve as Deputy Director.

Watch the video of Barack's announcement yesterday and learn more about the economic team

Barack's economic team has already begun work on a recovery plan, and he'll provide progress updates in the coming weeks. He'll also provide their initial recommendations to the incoming Congress.

You'll be instrumental in generating support to pass legislation that puts America on the road to recovery.

While we can't underestimate the challenge we face, we also can't underestimate the opportunity we have to bring the change our country needs.

Thanks,

David

David Plouffe
Campaign Manager
Obama for America
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Mittwoch, 5. November 2008

Klebers Online Show auf dem Campus der AU

Auch wenn ich nicht Teil der Sendung war, moechte ich Euch dennoch nicht das Video von gestern Abend verheimlichen. Claus Klebers "Die Nacht im Netz" koennt ihr Euch hier anschauen:

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/624226

I proudly present the next President of the United States of America

Ist das nicht einfach gigantisch. Eine Wahl von historischer Bedeutung und ich bin live in den USA dabei. In einem Irish Pub habe ich die Polls und letzten Endes Obamas Siegesrede miterleben duerfen. Vor noch ein paar Monaten konnte ich nicht fassen, dass Hillary Clinton aus dem Rennen war und Obama tatsaechlich der Kandidat der Demokraten werden sollte. Und jetzt ist der Traum doch wahr geworden. Yes we can! oder besser Yes they can! :)

Hier ein bisschen Freude, Jubel und Heiterkeit aus dem Irish Pub

Dienstag, 4. November 2008

ZDF berichtet live von der American University

Claus Kleber himself wird heute Abend live von dem Campus der American University berichten. Fuer das ZDF nimmt er die Online-Welt unter die Lupe. Mein Versuch, mich an der Diskussion bzw. an der Sendung zu beteiligen ist gescheitert. Die drei deutschen Studenten, die mit von der Partie sind, wurden schon vor Wochen ausgewaehlt. Leider. Das waer doch was gewesen. Ich mit Clausi...
Mein Gespraech mit dem Produzenten hat auch nicht viel gebracht. Ich wollte sicher gehen, dass es sich auch lohnt dort vorbei zu gehen und "nur" zuzusehen. Allerdings ist das ganze "Studio" so abgeschrimt, dass man als Normalo wohl keine Chance hat irgendetwas mitzubekommen. Also habe ich mich kurzer Hand nun doch dagegen entschieden, dem ZDF-Claus live ueber die Finger zu schauen. Stattdessen gehe ich mit eingefleischten Obama-Waehlern in einen Irish (ja war nicht meine Idee) Pub und verfolge dort ueber zig Plasmafernseher, wie und was die Umfragen ergeben und wer hoffentlich noch heute nach als 44. Praesidenten der USA feststehen wird.


Das ZDF schreibt folgendes zur Sendung:

Die Cafeteria der American University ist gut gefüllt: Studenten hocken zusammen, essen und trinken, reden und tippen auf ihren Laptops. Hier ist in den Computern genau so viel los wie an den Tischen.
Mittendrin sitzt Claus Kleber. Der ZDF-Moderator will zur US-Wahl zeigen, wie wichtig das Internet zum Gewinnen einer Wahl geworden ist. Und moderiert nach dem Schließen der Wahllokale eine fünf-stündige interaktive Sendung, die im Internet unter heute.de und im ZDF-Infokanal ausgestrahlt wird. [Mehr]

Montag, 3. November 2008

Football Spiel koennte Wahlergebnis vorhersagen


Washingtons Football-Team, die Washington Redskins, sind wohl die praeziseste Vorhersage fuer Wahlergebnisse. Betrachtet man die Ergebnisse der Redskins-Spiele vor den letzten 18 Praesidentschaftwahlen in den USA, so zeigt sich schnell, dass wenn die Redskins gewinnen, die amtierende Partei im Amt bleibt. Bei einer Quote von 17-1 konnten die Spielergebnisse den Wahlausgang vorhersagen.

Heute (3. November 2008) spielen die Washington Redskins gegen die Pittsburgh Steelers. Fuer die morgige Wahl hiesse das: Wenn die Redskins gewinnen, wird John McCain der 44. Praesident der USA. Wenn die Stealers das Spiel beherrschen, ist der Sieger Barack Obama.

So sehr ich es den Redskins auch goennen wuerde zu gewinnen, heute moechte ich, dass sie verlieren. McCain wird wohl auch kraeftig mitfiebern. Vielleicht ist der Glaube an ein Fottball-Spiel der einzige, der ihm noch helfen kann.

Courting the Amish vote

McCain targets new voter group to win battleground states back from Obama

Peter Allgyers lives in Lancaster, PA and decided to vote in the presidential election. Even though this is not a big decision for most Americans at the age of 31, for Allgyers it is crucial. He is Amish. Like most of his community fellows he lives without telephone, electricity and usually doesn’t vote. In 2008 however, Allgyers skips his pacifist conviction and votes for John McCain.

Allgyers is not the only Amish choosing to step to the ballot box this year. The McCain/Palin ticket appeals to the Amish community. The campaign’s focus on social issues and pro-life arguments galvanize an increasing number of Amish to register to vote. Lancaster County is the home to 27,000 Amish. It doesn’t take a genius to see the huge potential for the Republican ticket, especially in a battleground state like Pennsylvania.

Recent polls see Obama with a double-digit ahead in the Quaker State. But the Amish vote could still turn the table on November 4. Amish voters are not included in polls. Their actual impact can only be estimated on Election Day. Imagine the disaster of Obama loosing the state because his supporters trusted the polls and stayed at home on Election Day. Democratic supporters need to overcome the poll’s enchantment and go voting for their candidate.

The Amish belief in remaining separate from the modern culture has kept the religious group at a distance from American politics in the past. They migrated to the United States in the 18th century due to a religious movement in central Europe. As part of their faith, they attempt to preserve the rural culture of 17th century Europe and therefore avoid many features of the modern society. They neither believe in the use of telephone nor in contacts with the “outside world”. The Amish have isolated themselves from the American culture and created their own subculture.

But things change over time. Just like every other society, the Amish find themselves in a process of modernization. Especially the younger generation reinterprets the imposed rules. One Amish rule says that the houses should not be connected with telephones to the outside world. While the conservative interpretation was that Amish should not use telephones at all, the more recent one is to simply not install telephones in the houses. Peter Allgyers has built a telephone booth in his backyard. He thereby respects the traditional Amish belief but also benefits from the use of the telephone.

The younger generation of Amish also rethinks its participation in the electoral system. The interest in the candidates increases steadily among the young. Crucial aspects of the Amish conviction are reflected in the Republican campaigns. Sarah Palin’s firm position against abortion and her strong bond to the religious belief are highly valued among the Amish. “Knowing that my core values are represented by the Republican candidates motivates me to vote;” says Allgyers. “I don’t feel like breaking a rule by voting for the core values I believe in.”

Algyers first learned about American politics in 2004 when George W. Bush came to his house to talk about family values and religion. “When he confessed that his belief in God and his prayers helped him to overcome any obstacles I was convinced to support him,” says Allgyers. Bush excessively courted the Amish vote in his 2004 campaign. Visiting Lancaster County and talking directly to the Amish was part of his overall strategy to win religious votes over. In 2004 Allgyers missed the registration deadline but ever since the meeting with President Bush he spoke up for the Republican Party in his community.

In 2008 John McCain and Sarah Palin follow Bush’s strategy and target the religious votes. Their rally in Lancaster on September 9 attracted many Amish community members. Allgyers’s engagement for the McCain/Palin ticket has motivated his fellows to register to vote as well. Since polls in Lancaster don’t use electronic voting machines, there are no technical obstacles that would keep Amish voters away from voting.

The Democratic candidate Barack Obama and his running mate Joe Biden need to act in order to keep the lead in Pennsylvania. Due to the mobilization of the Amish vote, they could lose decisive electoral votes for the battleground state election. Although the 2004 election had a positive outcome for the Democrats in Pennsylvania, their candidate John Kerry won by only two percent. The Amish have formed a strong supporter base for the Republican Party in Pennsylvania since 2004.

The state of Ohio, where the second largest Amish community lives, has had more and more Amish show interest in this year’s presidential election. Overall, there are approximately 180,000 Amish living in the United States, and once Amish decide to vote, they vote Republican in an overwhelming majority of 99 percent.

The chances for the Democratic ticket to woo the Amish vote are almost impossible. For the democratic voter base in the swing states it is even more important to vote on November 4 and not rely on the positive enchantment, that recent polls have caused. The only voting poll that counts is the final one on Election Day. Peter Allgyers is going to vote for the first time in his life. He will vote for John McCain.

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This story was an assignment for my Public Communication Writing Course. "Peter Allgyers" is a fictive character. However, the content of the story is based on background interviews with Amish community members in Lancaster, PA as well as on internet research.

Engagiert und Motiviert


Die Studenten auf dem Campus der American University machen ihrem Ruf als meist politisch engagierter Campus in den USA alle Ehre. Um die Kommilitonen daran zu erinnern zur Wahl zu gehen, schmueckten sie den Quad mit Plakaten. Zu lessen waren die Hoffnungen, die einzelne Studenten in die morgige Wahl stecken.

Der Quad ist ein rechteckiges Rasesgebiet in der Mitte des Campus. Alle Haupteingaenge der Uni-Gebaeude sind zum Quad gerichtet. Hier trifft sich die Crème de la Crème der Uni, um zu plauschen, in der Sonne zu liegen, Footbal zu spielen oder sonstigen social events nachzugehen. Eine viturelle Tour gibt es HIER.

Wer noch ein Beispiel fuer das Engagement der AU-Studenten sehen moechte, der kann im Blog von Manuel, einem deutschen Journalismus-Masterstudenten vorbeischauen.

Donnerstag, 30. Oktober 2008

Marketing Uncle Sam


Das Image der USA im Ausland ist – um es glimpflich auszudrücken – am Boden. George W. Bush hat seinen erheblichen Teil dazu beigetragen. Die Lösung des Problems heißt Public Diplomacy. Bei einer Buchvorstellung samt Panel Diskussion versuchten Public Diplomacy Experten darzulegen, wie das Image im Ausland auf Vordermann gebracht werden kann, und (dank meinem Beitrag zur Diskussion) welche Auswirkungen das Ergebnis der Präsidentschaftswahl auf das Image hat.


Sherry Mueller, Präsidentin des Council for International Visitors, ist der Meinung, dass die USA mehr in internationale Beziehungen auf der Ebene der Buerger investieren müssten. Austauschprogramme wie Fulbright oder das National Council Leadership Program seinen essentiell. Das Stichwort hier lautet: citizen diplomacy eng mit public diplomacy verknüpfen.


Ronda Zaharna, Associate Professor an der AU School of Communication und meine Dozentin für International PR im kommenden Semester, fordert mehr Anpassung und Verstaendnis fuer die internationale Gemeinschaft. Von der kommunikationswissenschaftlichen Perspektive sagt sie, dass Kommunikation ein fundamentaler Bestandteil einer jeden kulturellen Gemeinschaft ist. Es gibt aber fundamentale kulturelle Unterschiede in Sachen Kommunikation, die beachtet werden müssen.


Robert Kelly, Assistant Professor an der AU School of International Service, macht klar, dass „Uncle Sam“ nicht genau so vermarktet werden kann wie „Uncle Ben’s Reis“. Pure Marketing- oder Brandingstrategien funktionieren seiner Meinung nach nicht für ein Land wie die USA. Das Hauptproblem sieht er darin, dass bei Marketingstrategien keine Beziehung zwischen Verkäufer und Käufer aufgebaut werden kann. Die Kommunikation und die Beziehung seien aber grundlegend wichtig.


Nachdem die Experten mehrfach betont hatten, wie historisch wichtig die Wahl kommende Woche sei, musste ich nachhaken. Obama ist extrem beliebt in Europa. Alleine wenn er– und ich hoffe und glaube daran, zum 44. Präsident der USA gewählt werden sollte, könnte das Image der USA in Deutschland, und in Europa ins positive rücken. Meine Frage an die Experten also: Als wie wichtig und einflussreich ist das Wahlergebnis auf das Image der USA einzuschätzen? Robert Kelly sagt, dass es sicherlich einen positiven Effekt hat, wenn Obama gewählt wird. Allerdings muss die Zukunft im Amt erst einmal zeigen, was Obama tatsächlich bewirken kann. Sherry Mueller bestätigt das und sagt, dass die Hoffnung da ist, die Gefahr , ob der großen Erwartungen enttäuscht zu werden, aber ebenso groß ist.


Letzten Endes kommt es wohl auch drauf an, wen Obama als Berater in Sachen Public Diplomacy wählen wird und ob er die Erwartungen erfüllen kann. In Bill Clinton wurde auch einst viel Hoffnung gesteckt, das Image der USA zu verbessern. Allerdings war es Clinton, der in seiner Amtszeit die US Information Agency 1999 dicht gemacht hat und somit die Möglichkeiten für die USA in Sachen Public Diplomacy erheblich eingeschränkt hat.

Lasst uns einfach hoffe, dass die US Buerger am 4. November die richtige Wahl treffen und dass Obama unseren Erwartungen gerecht werden wird.

Mittwoch, 29. Oktober 2008

Obama-Mainia bei den Jungwaehlern

Jungwaehler (18-29) sehen Obama 20% vor McCain , das ergab eine heute veroeffentlichte Meinungsumfrage von USA today, Gallup meiner School of Communication der AU.

Meine Professorin, Dotty Lynch, leitet einen undergraduate Kurs, der sich ausschliesslich mit Polls befasst. In Kooperation mit Gallup, USA Today und MTV haben die Studenten geholfen, die Fragen fuer die Meinungsumfrage zu entwickeln. Die Pre-tests wurden bei uns an der Uni durchgefuerht. Ich sass unter anderem in einer der Fokusgruppen, die als Basis fuer die Fragebogen dienten.

Ausserdem bin ich dafuer verantwortlich, die Sektion ueber den Kurs und die Umfragen auf der Homepage der School of Communication zu verwalten und zu aktialisieren. Dort erfahrt ihr mehr ueber die Studenten und den Kurs. Oder ihr schaut einfach mal vorbei um zu sehen, wo und an was ich gerade arbeite. :)

Mittwoch, 22. Oktober 2008

Kleider machen Leute - aber auch Politiker?


Stets in Designer-Robe, mit perferkt sitzender Frisur und darauf abgestimmtem Make-Up, so kennen wir Sarah Palin. Doch dass $150.000 in das aeussere Erscheinungsbild einer VP-Kandidatin investiert wurden, kann ich kaum glauben.

Dabei muesste Frau Palin es doch besser wissen: Den US-Buergern geht es schlecht, vor allem den kleinen Leuten im Land. Die Wirtschaftskrise traegt ihren Teil dazu bei. Und sind es nicht gerade die Klaemptner, die ihr so am Herzen liegen. Zumindest Jo the Plumber.

Ein ausgelernter Klaempter in den US verdient im Jahr gerade mal $37.514. Vielleicht haette Palin auf eine Hair-Stylistin verzichten koennen und zumindest dem guten Freund Jo das Leben ein bisschen erleichtern koennen. Aber ich bin in den USA. Hier ist nun mal auch die Politik sehr oberflaechlich. Kleider machen also tatsaechlich Leute hier. Aber ob sie auch gute Politiker machen, das bezweifle ich.

Mittwoch, 15. Oktober 2008

Live von der Debatte - meine Lieblingskommentare

Bild: www.flickr.com dank creative commons

Es gibt doch Wunder. Das Wunder in meinem Fall heute Abend ist, dass meine Professorin die letzte Praesitentschaftsdebatte genau so gerne sehen wollte wie ich. Kurzer Hand hat sie die Vorlesung um 21 Uhr abgebrochen, CNN via Beamer an die Leinwand gescannt. Ich bin mir sicher, dass sowohl Obama als auch McCain interessante, "catchy" Statements einbringen werden. Welche mich und meinen Kurs zum Lachen, Gruebeln, Stirnrunzeln gebracht haben, werde ich hier aufschreiben:

"We have to stop sending money to countries that don't like us very much" (John McCain)

"Even FOX news disputes it" (Barack Obama)

"I suspect we won't agree here tonight" (Barack Obama)

"Barack Obama, why is the country better of, of your running mate becomes president instead of John McCains running mate?" (Moderator Bob Schieffer)

"Americans have gotten to know Sarah Palin" (John McCain)

"It is a terribly painful situation" (John McCain on Health Insurance)

"My Friend" (John McCain zu den Zuschauern/ "Jo the Plummer")

"I am happy to talk to you too, Jo - if you're out there" (Barack Obama)

Wie die Millenials die US-Wahl beeinflussen

Meine Eindrücke zur Panel-Diskussion auf meinem Campus


Der Präsidentschaftswahl 2008 schreibt Geschichte in vielerlei Hinsicht: Barack Obama wäre der erste dunkelhäutige Präsident; Sarah Palin die erste Frau als Vizepräsidentin. Aber nicht nur die Kandidaten, sondern auch die Wähler geben der Wahl 2008 eine besondere Note. Eine neue Generation von politisch interessierten Jungwählern ist auf dem Vormarsch und scheinbar über Nacht herangewachsen.


Auf dem Panel: Cornell Belcher, Emily Freifield, Jane Hall, James Kotecki, Heather Smith, David Winston (v.l.n.r.)


Eine Studie von Rock the Vote zeigt, dass 92% der jungen Wähler (18-29) in Ihrer Freizeit mit Freunden oder Familienmitgliedern über die Wahl sprechen. Politik scheint auf einmal „cool“ zu sein. Wer „cool“ ist, hat eine Meinung zur Wahl, zu den Kandidaten oder zu den Issues.


Diese Meinung bleibt nicht verborgen. Im Gegenteil: Auf T-Shirts, ob nun im Hip-Hop XXL-Format, oder punkigen neonfarbenen Style, bekennen sich die Studenten offenkundig zu ihrem Wunschkandidaten. Die Wahl motiviert uns. Uns, die Millenials, die in einer Zeit von Web 2.0, 9/11 und Facebook aufgewachsen sind. Ich sollte es doch vor allem wissen und sehen. Schließlich studiere ich am „most politically active campus“ in den USA. Das ergab eine Umfrage des Princeton Review.


Doch scheint es nur so, dass die jungen Wähler eher auf Barack Obama stehen als auf John McCain? Nein, es ist tatsächlich so. Das ist zumindest das Fazit der Panel-Diskussion „Youthquake 2008“, die heute auf meinem Campus stattgefunden hat. James Kotecki von Politico erklärt es sich so: Die Demokraten seien den Republikanern in Sachen neuer Medien einen Schritt voraus. Die demokratischen Wähler seien sowieso eher Internet-phil und somit eher dazu geneigt, die neuen „features“ zu benutzen.


Darueber hinaus ist Obama eher ein Teil der Millenials als McCain. Vor allem die jungen Wähler finden sich in seiner Kampagne wieder. Das bestätigt auch eine Umfrage von Gallup, USA Today und MTV, die mit Unterstützung meiner Uni durchgeführt wurde. Selbst der republikanische Pollster David Winston musste auf dem Panel eingestehen, dass die jungen Wähler „eher für als gegen etwas wählen wollen“. Nimmt man die zunehmend negativen Kampagnenwerbespots von McCain, ist es nachvollziehbar, dass wir, die Millenials lieber für „Change“ wählen.


Wie einflussreich die Stimmen der Jungwaehler wirklich sein werden, wird sich wohl erst am Wahltag selbst zeigen. Was feststeht, ist allerdings, dass Obama es geschafft hat, die Jungen in seinen Bann zu ziehen. Rock the Vote hat auch seinen Teil dazu beigetragen. Bis heute hat die Organisation knapp 2,4 Millionen Wählern dabei geholfen, sich fuer die Wahl zu registrieren. Eine Glanzleistung, meiner Meinung nach. Auch wenn das ganze Konzept, sich registrieren zu müssen, mir vollkommen überflüssig erscheint. Aber das ist eine andere Diskussion.


Montag, 6. Oktober 2008

Strategie im Wandel

Des einen Freud ist des anderen Leid
Die liebe Wirschaft ist das ungeschlagene Nummer eins Thema in den US-Medien. Den Presidentschaftswahlkampf behersst es somit automatisch. Barack Obama kommt es gelegen. Schliesslich kann er fortwaehrend argumentieren, dass sein Kontrahent nicht der Richtige ist, um das Land aus der Wirtschaftskrise zu ziehen. Die Obama-Kampagne geht jetzt noch einen Schritt weiter. In einer 13 minuetigen Dokumentation wird ein Kredit-Skandal aus 1987 ausgepackt. McCain wird in direkten Zusammenhang mit verurteilten Kreditanbieter Charles H. Keating, Jr. gebracht. Obamas Slogan: “Keating Economics – John McCain and the Making of a Financial Crisis."

Waehrend Obama sich die aktuelle Medienagenda zu Nutzen macht, versucht McCain kraeftig den Fokus weg von der Wirtschaft und hin zu Obamas mangelnder Glaubwuerdigkeit zu lenken. In einem Kampagnenspot fragt McCain: “Who is Barack Obama?” Und behauptet weiter: "Senator Obama voted 94 times for higher taxes. Ninety-four times. He's not truthful on taxes." Das Ziel des neuen Werbespots: Ton verschaerfen und angreifen. Schliesslich sind es nur noch vier Wochen bis zur Wahl. Die McCain Kapagne wird nun alles geben, um aus allen Kanaelen auf Obama zu schiessen, das bestaetigt zumindest ein anonymer Kampagnenmitarbeiter in einem Interview mit der Washington Post. Ob die agressiven Negativkampagnen in Zeiten von instabiler Wirtschaft wirklich helfen, bleibt abzuwarten. Die Wirtschaft ist nach wie vor noch das beherrschende Thema.

Washington Post Artikel
New York Times Artikel

McCain und seine Schaefchen

Das Foto wirkt auch ohne ausfuehrenden Kommentar. Zum Schiessen, meiner Meinung nach!

Obama Pictures and McCain Pictures
see Sarah Palin pictures