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Sonntag, 24. Mai 2009

BOMMEL VON LINKS NACH RECHTS UND WEITER GEHT'S

Die letzten zwei Wochen waren vollgepackt mit wunderbaren Ereignissen. Wie bereits angekündigt habe ich am 9. Mai an meiner Graduation samt Hütchen, Bommel und Kutte teilgenommen. Ganz wie es sich gehört wurden alle Graduierenden dazu aufgefordert, die Bommel ("Tassel") von links nach rechts zu bewegen. Auf der Bühne wurde dann mein Pseudo-Zeugnis abgeholt. Die Schattenseite des ganzen. Ich durfte zwar an der Veranstaltung teilnehmen, meinen eigentlichen Abschluss mache ich aber erst im August. Zwei weitere Kurse stehen noch an in den folgenden sechs Wochen im Intensiv-Format. Ich habe mich für Krisenkommunikation und Social Marketing entschieden. Beides sind Disziplinen, die man in der Kommunikationsbranche gut gebrauchen kann.

Aber ich will nicht nur von der Uni berichten, schließlich hatte ich ja sage und schreibe 7 Tage frei zwischen drinnen. Diese Zeit wurde dazu genutzt, um mit den Eltern Washington und seine Umgebung zu erkunden und für vier Tage zu den Niagara Fällen zu fahren. Eindrucksvoll und sehr zu empfehlen. Auch ein kleiner Trip (für eine Stunde) nach Kanada war drinnen.

Da mich die Uni wieder voll und ganz eingespannt hat, hier noch schnell ein paar Fotos. Gruesse aus DC an die Heimat!

Freitag, 3. April 2009

KIRSCHBLÜTEN FEST

Auch wenn die Sonne nicht geschienen hat, 2000 blühende Kirschbäume sind etwas Wunderschönes! Hier erst einmal nur ein kleiner Eindruck. Bald kommen mehr Fotos bei Flickr.



Mittwoch, 25. März 2009

PODCAST PREMIERE BEI PR ON AIR

Seit heute bin ich offizielles Redaktionsmitglied von PR on Air. Aus Washington werde ich Beitraege auf Englisch und Deutsch fuer das Portal fuer Kommunikationsmanager produzieren. Mein erster Beitrag "New Style of Campaigning" ist auf Englisch.

Hier eine kurze Beschreibung:
Mit seiner innovativen Präsidentschaftskampagne gab Barack Obama den Startschuss für ein neues Zeitalter der politischen Kampagnen. Geprägt von direkter Kommunikation und großem Mitgestaltungspotential der allgemeinen Bevölkerung, waren es die Wähler, die die Kampagnenbotschaft von „Hoffnung“ und „Wandel“ verbreiteten. Besonders in der heutigen US-Medienlandschaft war dies eine notwendige Taktik, da es immer seltener gelingt, die Wähler über die Massenmedien zu erreichen. Opinion Leader sind die Hoffnungsträger einer jeden Kampagne im 21. Jahrhundert. Wortgewandt sowie online und offline gut vernetzt leiten sie die Botschaften an ihr soziales Umfeld weiter.

Hier geht es zum Podcast: "New Style of Campaigning"

Samstag, 21. März 2009

Freitag, 20. März 2009

DER FRÜHLING IST DA


Auch wenn der Frühling in jedem Jahr am 20. März vor der Tür steht, ist es doch jedes Jahr etwas besonderes. Heute ist also offiziell Frühlingsbeginn und das Wetter hat in Washington mitgespielt. Die Blüten beginnen zu blühen und das ist einfach wunderschön. Also habe ich mich kurzerhand entschieden, heute morgen auf dem Weg zur Arbeit meine Kamera mitzunehmen und jede Blüte, die meinen Weg kreuzte auf einem Foto festzuhalten.

Sonntag, 15. März 2009

DER HEILIGE PATRICK


Es grünt so grün in Washington, DC. Am 17. März in St. Patrick's Day. Da der Tag in diesem Jahr auf einen Dienstag fällt, wurde der alljährliche Umzug bereits heute, am 15. März veranstaltet.

Von 12 bis 15 Uhr verlief die Parade von beginnend auf der 7th Street und endend kurz hinter dem Weißen Haus auf der 17th Street über die Constitution Avenue durch Washington. Auch wenn es nieselte, die Veranstaltung konnte ich mir nicht entgehen lassen. Also habe ich kurzer Hand alles grüne, das ich in meinem Kleiderschrank finden konnte übergezogen und bin Downtown gefahren. Da sowohl Bonbon-Werfen als auch Alkohol konsumieren im Veranstaltungsbereich untersagt waren, kann die St. Patrick's Day Parade nicht mit dem Deutschen Karneval mithalten. Dennoch war es ein Erlebnis wert. Ein paar Eindrücke habe ich für Euch festgehalten und bei Flickr hochgeladen. (Hier gehts zu den Fotos)


Als ich nach der Parade zu Hause ankam blieb allerdings eine Frage offen. Was ist eigentlich St. Patrick's Day? Wikipedia weiss Rat:

"Der St. Patrick's Day ist der am 17. März begangene Gedenktag zu Ehren des irischen Nationalheiligen St. Patrick. Er war der erste christliche Missionar in Irland. Der 17. März ist ein gesetzlicher Feiertag in der Republik Irland, in Nordirland, im britischen Überseegebiet Montserrat sowie der kanadischen Provinz Neufundland. Der St. Patrick's Day wird weltweit von Iren, irischen Emigranten und zunehmend auch von Nicht-Iren gefeiert. In Dublin und den meisten anderen irischen Städten machen große Paraden und vielfältige laute Aktivitäten den St. Patrick's Day zu einem bunten Volksfest. Die weltweit größten Paraden finden in Dublin, New York, Boston, New Orleans, Chicago, Manchester und Savannah statt; und selbst in der britischen Hauptstadt London finden jährlich eine Parade und ein Festival statt."

Dienstag, 10. März 2009

DEN KOPF FREIMACHEN


Am besten kann man abschalten, wenn man aus dem bekannten und alltäglichen Umfeld für kurz oder lang entfliehen kann. Das war mein Ziel gestern. Kurzerhand wurde ein Auto gemietet und ein Tagesausflug zu den Great Falls gemacht. Das Wetter war einfach perfekt für einen solchen Ausflug: Nicht zu warm, nicht zu kalt und strahlender Sonnenschein.

Ungefähr 30 Meilen außerhalb von Washington in einem Nationalpark gelegen, gewinnt der Potomac an Geschwindigkeit und bildet die Great Falls. Die mittelgroßen Wasserfälle zwischen den Bundesstaaten in Virginia und Maryland sind zwar nicht mit den Niagara Fällen zu vergleichen, aber dennoch sehr schön anzusehen. Aber macht Euch doch selbst ein Urteil. Hier sind ein paar Fotos:



Montag, 2. März 2009

EINEN SCHRITT WEITER

"Dear Nina,

on behalf of the Public Communication faculty, I am pleased to inform you that you have passed the comprehensive examinations and has satisfactorily fulfilled this requirement for your MA degree.

(...) Please accept our deepest congratulations.

Sincerely,
Prof. R.S.
Acting Director of the Public Communication Division"

WINTERWUNDERLAND IM MÄRZ

Gestern wurde es schon groß angekündigt: Schneesturm von Sonntag Abend bis Montag Mittag. Wenn doch alles hier in den USA so verlässlich wäre wie der Wetterdienst und sein Frühwarnsystem. In der vergangenen Nacht sind ca. 15cm Schnee gefallen und alles ist weiß. Doch auch wenn der Schnee schon seit Freitag angekündigt war, löst er ein leichtes bis mittelschweres Chaos in der Hauptstadt aus. Fahren die Busse? Ist der Streudienst da? Komm ich zur Uni? Und wenn ja, wann macht die Uni überhaupt auf?

Fragen über Fragen auf die ich kaum eine Antwort bekommen kann. Sicher ist, dass die American University einen halben "Snow Day" eingelegt hat. Die Uni wird erst um 11 Uhr öffnen, so besagt es eine offizielle Rundmail, die um 7:10 in meinem Postfach gelandet ist. Nun ja, mir soll es recht sein. So habe ich etwas mehr Zeit, mich um meine Master-Arbeit zu kümmern. Morgen ist Termin beim Professor angesagt und am besten sollte ich bis dahin die ersten 15 Seiten geschrieben haben. In diesem Sinne, verschneite Grüsse aus dem Chaos, das sich Washington, DC nennt.

Mittwoch, 11. Februar 2009

11. FEBRUAR: 20 Grad CELSIUS (70F)

a site about Search Marketing

Die Wettervorhersage spricht von Hoechsttemperaturen um die 20 Grad Celsius in Washington heute. Eigentlich schon ein bisschen verrueckt fuer Februar. Aber, ich will mich ja nicht beschweren. Immerhin kann ich die Mittagspause so draussen verbringen. Damit ihr auch ein bisschen von meinen Sommertemperaturen habt, habe ich ein kleines Widget zu diesem Post hinzugefuegt. Das Widget zeigt Euch in Echtzeit die aktuelle Temperatur in Washington, DC an. (Leider nur in Fahrenheit). Aber dennoch, fiebert mit mir mit. Wenn das Termometer 70F erreicht, sind es 21 Grad.

Sonntag, 8. Februar 2009

LESEN, MARKIEREN, ZUSAMMENFASSEN


Ja, so schnell vergeht die Zeit. Aus Strategie, Theorie und Forschung wird ganz schnell Lesen, Markieren und Zusammenfassen. Hintergrund ist, dass ich meine Comprehensive Exams gestern hinter mich gebracht habe und mich nun mit vollem Elan an meiner Master-Thesis setzen kann.

Der erste Schritt in Richtung Master-Arbeit ist meine annotated Bibliography. Am besten bis kommenden Dienstag, möchte ich die gesamte Literatur zu meinem Thema durchgearbeitet, gelesen und in kurzen Berichten zusammengefasst haben. Trotz wunderschönem Wetter und 16-20 Grad musste ich mich also durch Artikel aus Fachmagazinen und Bücher durchkämpfen. Ein kurzer Ausflug zum Starbucks um die Ecke musste aber, samt Literatur, drinnen sein.

Also saß ich heute für drei Stunden an der Fensterfront des Starbucks, habe einen leckeren TAZO Tea Latte mit Roibusch Vanielletee getrunken (ich weiß, es klingt abenteuerlich) und munter meine Literatur durchgearbeitet. Auch mal ganz nett. Den Tee/Latte gab es übrigens kostenlos, da ich im Land der zahlreichen Coupons natürlich noch meinen Gutschein aus der Washington Post hatte und somit die überteuerten 3.25 Dollar sparen konnte.

Sonntag, 1. Februar 2009

ERHEBT DIE STIMME!

Ich habe mein Foto von der Amtseinführung von Barack Obama bei dem FOTOBAMA Photo Contest, einem Fotowettbewerb, eingereicht. Der Wettbewerb ist ganz im Sinne Obamas auf die Wähler zugeschnitten. Es liegt an Euch, für mein Foto abzustimmen und mein Foto unter die besten 100 Fotos zu bringen. Denn genau die besten 100 werden im Newseum, dem Journalismus Museum in Washington, ausgestellt.

Abstimmen kann jeder - weltweit - der eine gültige E-Mail-Adresse hat. Also, ran an die Buletten: Dem folgenden Link folgen und abstimmen.

http://www.fotoweekdccontest.org/bin/Rate?image_id=1006400508

Freitag, 30. Januar 2009

PFANNKUCHEN? BERLINER? KREPPEL?

Photo by Sarah Katz.

Wie auch immer die korrekte Bezeichnung für den leckeren “Jelly Donut” lautet, ich habe mich einen Keks gefreut, als auf der Party des Goethe Instituts in Washington deutsche Köstlichkeiten aufgefahren wurden. Die Party war genau genommen ein Get-Together im Rahmen des Film/neu Festivals, das das Goethe Institut veranstaltet, um Filme aus Deutschland, Österreich, und der Schweiz zu promoten. Den Film selbst konnte ich mir leider nicht anschauen, da ich noch in der Uni war. Zur Party war ich allerdings gerade noch rechtzeitig da, um den Nachtisch abzusahnen. Currywurst, Frikadellen, Kartoffelpuffer und Apfelmus waren leider schon restlos vergriffen.
Das beste an der Veranstaltung war aber nicht der Jelly Donut, sondern die zahlreichen Getränke. Sponsor der Party war nämlich BIONADE. Und BIONADE gab es en masse. Auch wenn man es nicht für möglich halten mag, aber ein Abend beim Goethe Institut im Chinatown von Washington, DC eigenet sich sehr gut, um ein bisschen Deutschlandluft in die USA zu bringen. Danke Goethe Institut. Danke Bionade!

Dienstag, 27. Januar 2009

WENN DER VATER UND DER SOHN

Foto: SOC Homepage www.soc.american.edu

Man nehme einen weltbekannten, charmanten Schauspieler und setzt ihn mit seinem renommierten Journalisten-Vater auf eine Bühne, und fordert sie auf, über einen Film Namens Good Night and Good Luck zu sprechen. Was kommt dabei raus? Ein charismatischer Schlagabtausch zwischen Vater und Sohn. Und wer war doch der unscheinbare, etwas pummelige und wenig charmante dritte Mann auf der Bühne?

Besonders zu empfehlen ist dieser Bewegtbild-Mitschnitt. Ein Zeugnis von wahrhaftem Charme.

Donnerstag, 22. Januar 2009

SOC BERICHTET STOLZ

Nun hat es mein Foto sowie die Meldung über meine Veröffentlichungen auch auf die Homepage der School of Communication (SOC) geschafft. Mein Foto dient als Illustration der Seite, auf der alle studentischen Aktivitäten zum Inauguration Day dargestellt werden. Wer mal vorbeischauen möchte, hier der Link: http://www.soc.american.edu/content.cfm?id=1458

FOTOS UND ARTIKEL IM BOCHOLTER VOLKSBLATT


Ein Meilenstein der Geschichte. Das Bocholter Volksblatt richtete sich an Marco, um aus Washington zu berichten. Ich habe die Fotos für die Print- und Onlineausgabe beigesteuert.
Hier geht zum Artikel auf der Webseite.

NEW YORK TIMES READER"S ALBUM

Mein Foto wurde von der New York Times ausgewählt. Es ist nun offizieller Bestandteil des New York Times Reader's Album zum Inauguration. Hier geht es zum Foto.

Mittwoch, 21. Januar 2009

OBAMARAMA

"It's 12:01pm and George W. Bush is no longer the President of the United States of America" Alleine fuer diesen Satz haben sich die Strapazen des Inauguration Day gelohnt. Wie genau mein Tag aussah, das werdet ihr gleich sehen. Vorab schon einmal: Der Tag war lang, anstrengend, und es war kalt. Aber, es war es wert!

Mein Inauguration Day 2009:
4:55am - Der Wecker klingelt
5:37am - Ich verlasse das Haus.
5:46am - Ein netter Busfahrer nimmt mich im Bus mit.
6:01am - Auf in die überfüllte Metro
6:14am - Aussteigen am Metro Center
6:17am - Treffen mit meinen Mitkämpfern Sarah und Hua
6:18am - Anstellen für den Security Check
7:00am - Der Security Check sollte eigentlich die Tore öffnen.
7:30am - keinen Zentimeter weiter
8:29am - Die Tore sind offen
8:35am - verdammt, es war nur die erste Schlange
8:40am - Hua holt Kaffee und dann heißt es warten.
9:01am - aha. 5000 Leute sollen einzeln durch vier Eingänge.
11:26am - Endlich, ich darf als nächste durchs Tor.
11:28am - Jacke auf, Taschen leeren, ab durch den Metalldetektor.
11:31am - ich bin drinnen (auf der Paradenroute)
12:01pm - Moderator spricht entscheidenden Satz über Lautsprecher
12:30pm - Obama stottert bei Amtseid, ich höre über Lautsprecher
1:29pm - Suppe zum Mittagessen nach 43Minuten anstehen.
2:30pm - die Parade soll anfangen, tut sie aber nicht.
3:30pm - "Ladies and Gentlemen, we have a parade"
3:45pm - Die Parade ist bei uns angekommen.
3:59pm - Obama läuft. Ein Medientruck verdeckt die Sicht. *grrr*
4:00pm - Der Truck ist weg. Freie Sicht auf Obama. Bewegend!
4:05pm - fast alle Zuschauer sind weg. Obama ist ja vorbei gelaufen.
4:14pm - Familie Biden stolziert an uns vorbei und winkt.
4:45pm - DCs Bürgermeister sass in Limo.
4:56pm - mir ist zu kalt. ich will gehen.
5:01pm - durch den Ausgang der Sicherheitskontrolle
5:35pm - bis zum Dupont Circle gelaufen
5:36pm - glücklich dank heißer Schokolade im Bookstore
5:47pm - ab in die Metro. Sie ist gar nicht so voll.
6:17pm - zu hause. Kaputt, quengelig, übermüdet, aber glücklich.
6:31pm - noch kurz zu den Nachbarn zum "Chili Ball"
9:15pm - Gute Nacht.

Fotos gibts bei Flickr.

Montag, 19. Januar 2009

PROBELAUF MIT STARS UND MENSCHENMASSEN

Am Lincoln Memorial, wo 1963 Martin Luther King Jr. seine bekannte "I have a dream" Rede hielt, schrieb die Generation Obama am 18. Januar 2009 ebenfalls Geschichte. Mit Staraufgebot von Bruce Springsteen, über Garth Brooks bis hin zu Usher, Stevie Wonder, Shakira und Beyonce feierte Washington DC den Auftakt der Amtseinführung des 44. Präsidenten der USA - Barack Obama.

Unter hohen Sicherheitbestimmungen, pilgerten die Massen zur National Mall, um das Konzert "We are One" live mitzuverfolgen. Ich war eine der Mutigen, die sich bei knapp null Grad mit 4-5 Schichten an Kleidung in ein Michellin-Männchen/Weibchen verwandelt haben und 4 Stunden vor Beginn der Veranstaltung die Reise antraten. Ganz nach vorne habe ich es nicht mehr geschafft. Zum einen weil, das Gebiet direkt vor der Bühne für VIPs reserviert war und zum anderen, weil zahlreiche andere 5-8 Stunden vor mir an der National Mall angekommen waren.


Aber, ich war dabei. Und das ist schon einmal etwas. Barack Obama und Jo Biden haben beide eine Rede gehalten. Zahlreiche weitere Stars, wie Tom Hanks, Denzel Washington, Queen Latifa, und Samuel L. Jackson, haben historische Reden zitiert und die Musikacts angekündigt. Rund um, war es eine nette Sache: U2, the Boss & Co. live und ohne Eintritt zu sehen. Aber selbst einen Tag später spüre ich die Kälte in meinen Knochen. Ich hoffe, das gibt sich bis morgen, schließlich will ich mit einer der ersten Metros Downtown fahren, um einen guten Platz für die Parade zu ergattern.

Donnerstag, 8. Januar 2009

PARTY FÜR BARACK


Am 20. Januar ist es soweit. Die offizielle Amtseinführung des 44. Präsidenten der USA wird mit viel Tamtam zelebriert. Für Washington heißt das, mit einem Massenansturm von Besuchern, Schaulustigen und Historienfanatikern zu rechnen. 4 Millionen Menschen werden erwarten. Um die Massen unterzubringen wird kurzerhand die Innenstadt zur Fußgängerzone. Zwei U-Bahnstationen werden geschlossen, zahlreiche Sicherheits-Kontrollstationen eingerichtet, und strikte Regeln, was wann erlaubt ist und was wann nicht, eingeführt.
Doch was genau passiert eigentlich bei der Party? Und kann ich mit von der Partie sein? Zwei Fragen, die sich im Moment in vielen Köpfen befindet. Los geht es um 11.30 am 20. Jahnuar 2009 vor dem Capitol. Hier wird Barack Obama seine Rede halten. Nach einer ca. 1 1/2 stündigen Pause geht die Parade durch Washington, vom Capitol zum Weißen Haus, los. Alle der 200.000 US-Staatsbürger, die ein Ticket für die vorderen Plätze gewinnen konnten, sind vermutlich in der Lage, die Rede direkt mitzuverfolgen.
Für das verbliebene Fußvolk und die nicht US-Staatsbürger, denen es generell das Anrecht auf Karten untersagt ist, heißt es, warm anziehen und früh in Richtung National Mall pilgern um möglichst weit vorne zu stehen. Vorne heißt in diesem Fall 500m oder mehr entfernt, weil der andere Teil ja für die "elitären Karteninhaber" reserviert ist. Ob von dort tatsächlich etwas zu sehen sein wird, ist zu bezweifeln. Großleinwände sollen aushelfen. Die Washington Post hat auf ihrer Karte recht anschaulich dargestellt, wer, wann, wo sein sollte, um die größt mögliche Chance, einen Blick auf IHN - Obama - zu erhaschen, zu haben.
Neben dem vermutlichen Mangel an direkter Sicht muss der Inauguration-Begeisterte zudem zahlreiche Regeln beachten. Das Inaugural Committee, das Planungskomitee der Veranstaltung, weist auf der Webseite darauf hin, dass es kalt werden kann, Zwiebeltechnik beim Anziehen ist empfohlen. Zudem kann es regnen, Regenschirme sind allerdings nicht erlaubt. Ponchos und andere regen feste wird empfohlen. Kameras und Handys sind erlaubt, allerdings keine Kamerataschen. Das Handy soll zudem auf lautlos stehen, sobald die Veranstaltung beginnt (ist klar, bei 4 Millionen Leuten fällt ein Handy klingeln auf...) Zudem verboten sind: Gehstöcke, Alkohol, Tiere, Poster, Plakate, Taschen, und und und. Das übliche halt.
Bei all den Verboten und den schlechten Aussichten (im wahren Sinne des Wortes) stellt sich für mich die Frage, ob ein Trip Downtown in übefüllter Metro überhaupt Sinn macht. Ich werde es wohl vom Wetter abhängig machen. Bei Regen oder Schnee und eisigen Minusgraden ziehe ich vielleicht einen warmen Schauplatz vor. Geschichte wird Barack Obama mit oder ohne mich schreiben. Doch ich werde alles tun, um ihn live zu sehen, die Stimmung in der Stadt aufzufangen und ein Teil der Geschichte zu sein.